WG-Leben ist...

20.06.2017

… spontanes Tanzen in der Küche zu alten Songs, von denen man normalerweise nicht zugeben würde, dass man sie immer noch gut findet.

 

… zusammengewürfelte Festessen, weil wir vergessen haben für das seit zwei Wochen angekündigte WG-Essen einzukaufen.

 

… zusammengewürfelte Festessen, einfach, weil wir gerade alle in der Küche sind und nicht alleine essen möchten.

 

... Wassermelonen zum See und wieder zurück tragen, weil es dann doch etwas zu kalt war, um nach dem Schwimmen noch sitzen zu bleiben.

 

… ein verstopfter Abfluss, sodass wir eine Woche lang unser Abwasser kesselweise ins WC spülen.

 

… am Morgen erstmal das Geschirr, das sich einen ganzen letzten Tag lang angesammelt hat, wegräumen, damit man an die Frühstücksschale kommt, die zuunterst unter vier Töpfen steht.

 

… abends um neun nochmals aus dem Pyjama steigen, weil wir alle beschlossen haben, noch etwas trinken zu gehen, um die letzten Prüfungen zu feiern.

 

… bis morgens um vier im Wohnzimmer über Gott und die Welt quatschen und dann auf und vor dem Sofa einschlafen.

 

... morgens leise darüber diskutieren, wer denn der Typ ist, der in aller Seelenruhe auf dem Sofa schläft und den keiner je gesehen hat, nur um dann herauszufinden, dass es ein Freund eines Freundes eines Mitbewohners ist, der gestern nicht mehr nach Hause gekommen ist.

 

… drei Runden Beerpong spielen, ohne einen Schluck zu trinken, weil die Jungs Gentlemen sein möchten und einen die Becher nicht mal anfassen lassen.

 

… etwas widerspenstig die Schimmelkultur aus dem Kühlschrank entfernen und sich dabei fragen, was dieser graue Haufen ursprünglich war.

 

… den Semesterputz mit dem Kater des Jahres zelebrieren und ihn abends mit Kurierpizza und Bier auf dem Balkon feiern, weil die Küche zu sauber ist, um sie zu benutzen.

 

... beim Aufräumen Postkarten von ehemaligen Mitbewohnern finden, von denen niemand wusste, dass wir sie überhaupt bekommen haben.

 

… Schlange stehen vor dem Frauenbad, weil alle drei gleichzeitig duschen und Zähneputzen wollen und der Freund der Mitbewohnerin gerade die Dusche blockiert.

 

… sich gegenseitig beim UNO-Spielen mit Popcorn bewerfen, weil man schon wieder eine verdammte +4-Karte bekommen hat.

 

… sich beim Munchkin bis um Mitternacht fertigmachen.

 

… abends die Abfallsäcke aus dem fünften Stock in den Container zu werfen versuchen.

 

... nach der Party fluchend die drei Säcke leerer Bierflaschen über fünf Stockwerke runtertragen, weil der Lift seit sechs Monaten kaputt ist.

 

... alle Mitbewohner dazu verdonnern, beim Umziehen zu helfen, weil man vom vielen Treppengehen (der Lift ist immer noch kaputt) sonst umfallen würde.

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