Spiel

22.08.2015

Es ist ein Spiel,
ein Tanz.
Wohlwissend,
was der andere will,
was wir beide wollen,
kreisen wir umeinander,
tänzeln,
tasten,
werfen uns heimliche Blicke zu.
Lächeln
in den Rücken des andern.

 

Wir fragen uns, was der andere
gerade denkt,
gerade macht.

 

Wir beobachten,
halten Abstand,
kreisen umeinander,
wollen uns nichts anmerken lassen.

 

Auch wenn es genau das ist,
was uns verrät.

 

Und ich frage mich,
ob du hin und wieder an mich denkst,
ob du es so oft tust,
wie ich an dich denke.

 

Liegst du, genau wie ich,
nachts wach und fragst dich,
worum meine Gedanken kreisen?

 

Ich habe deine Blicke gesehen,
habe dein Lächeln
in meinem Rücken gespürt.

 

Das Spiel dauert an.
Wir tänzeln weiter,
tasten,
beobachten.

 

Denn eigentlich gefällt es uns,
einander heimliche Blicke zuzuwerfen
dem Rücken des anderen zuzulächeln,
zu tänzeln.
Es macht das Flattern der Schmetterlinge
nur noch schöner.

 

Auch wenn wir
eigentlich
längst wissen,
was der andere will,
was wir beide wollen.

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